Kirchenbesuche

Solidaritätsbekundung des WiKult e.V. anlässlich der Attentate-Kirchenbesuche

Die letzten Ereignisse in Frankreich, bei dem unschuldige Menschen während ihres friedvollen Gebets in der Kirche ums Leben gekommen sind, haben uns auch fassungslos gemacht. Umso mehr erschüttert es uns zutiefst als Muslime, dass Terroristen mit dem Ruf „Allahu Akbar“ morden, während Millionen Muslime ihr tägliches Gebet mit dem selben Ruf beginnen.

Zum einen sind wir als Menschen fassungslos und fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen. Das Leben jedes einzelnen Menschen ist heilig. Die Rettung eines Menschenlebens ist so erhaben, dass Gott im Koran sagt: wer einem Menschen das Leben rettet, so hat er die gesamte Menschheit gerettet. Aber auch umgekehrt, wer einem unschuldigen Menschen das Leben nimmt, so hat er die gesamte Menschheit getötet.

Der Prophet Muhammad war stets Anfeindungen ausgesetzt, zum Teil aus seiner eigenen Familie. Er hat aber diesen Menschen Sanftmut und Toleranz entgegengebracht. Daher sind wir umso mehr erschüttert, wenn vermeintliche Muslime im Namen Gottes, mit dem Ruf Allahu Akbar morden und islamische Parolen brüllen. Das monströse Handeln der Attentäter ist in keinster Weise mit dem Leben des Propheten zu legitimeren, welcher einen Muslim folgendermaßen beschreibt: "Ein Muslim ist derjenige, vor dessen Hand (Taten) und Zunge (Worte) die Menschen sicher sind.

Dieses Attentat spaltet nicht nur die französische Gesellschaft, trübt auch das Bild des Islam in anderen westeuropäischen Gesellschaften. Es ist ein gezielter Angriff und eine eindeutige Ablehnung einer Welt, in der verschiedene Religionen friedlich zusammenleben können.

Wir sind als Verein seit knapp einem Jahrzehnt in Paderborn und Region bemüht, den interreligiösen Dialog zu fördern. Wir sind in tiefer Trauer, dass auch unsere Arbeit durch das Unheil von Terroristen zunichte gemacht wird. Um insbesondere in diesen schwierigen Stunden den Zusammenhalt der Religionen noch stärker zu fördern und ein wichtiges Symbol der Solidarität zu setzen, nahmen Vertreter des Vereins an verschiedenen Gottesdiensten in Paderborn und Region teil.

Hier eine Übersicht der Solidaritätsbesuche.
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Pfarrer Georg Kersting des Pastoralraums An Egge und Lippe publizierte das Solidaritätsschreiben des Vereins in den Pfarrnachrichten

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Am 14.11 besuchten Vertreter des Vereins die St. Laurentius-Kirche in Paderborn und nahmen am Abendgottesdienst des Pfarrers Thomas Stolz teil, welcher die Initiative des Vereins sehr begrüßte und in einem Grußwort auf die interreligiösen Bemühungen des Vereins einging.

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Vertreter des Vereins bei einem Kirchenbesuch in Rüthen

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Am Volkstrauertag nahmen Vertreter des Vereins beim Hauptgottesdienst in der Petrikirche in Soest teil und sprachen ein Grußwort.

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Teilnahme am gemeinsamen Gedenken im Geist der abrahamitischen Religionen- ökümenisch-interreligiöses Friedensgebet in der St. Pankratius-Kirche Körbecke